Frauen in der Berufswelt – tatsächlich gleichberechtigt?

Noch immer halten sich Vorurteile und Benachteiligungen von Frauen im Berufsleben Deutschlands. Zeit, dieses Thema nicht aus den Augen zu verlieren.

Gestern, am 08.03., war internationaler Weltfrauentag. Ursprünglich dazu ins Leben gerufen, um den Frauen das uneingeschränkte Wahlrecht zu ermöglichen, steht dieser Tag – der immer mehr Bedeutung erlangt und z.B. letztes Jahr in Berlin auch als Feiertag angegangen wurde – heute für die weitere Gleichberechtigung in ganz anderen Segmenten: im sozialen Gefüge, im Geschlechterverhältnis Mann-Frau, Stichwort #metoo, und vor allem auch im Berufsleben.

Nur langsame Verbesserung, wenn man genau hinsieht

In Deutschland gibt es noch immer keine gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. Frauen verdienen auf den gleichen Positionen laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich noch immer sechs Prozent weniger als Männer. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland so groß wie in fast keinem anderen EU-Land. Die Führungsetagen werden von Männern dominiert, während Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten.

Dabei ist die Debatte nicht neu und hat sicherlich bereits auch Veränderungen mit sich gebracht. So gibt es in großen, börsennotierten Unternehmen eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote. Frauen sollen künftig auch leichter herausfinden können, ob sie weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Das verspricht zumindest das Entgelttransparenzgesetz, das seit Anfang des Jahres gilt.

Trotz allem muss auch festgehalten werden, dass die Veränderungen weiterhin langsam und nahezu behäbig vonstattengehen. Die Frauenquote gilt längst nicht für alle Firmen, und das Entgelttransparenzgesetz hat so viele Einschränkungen, dass es fast wie eine Mogelpackung erscheint.

 

 

Was muss getan werden?


Was sich in Zukunft ändern müsste, sollten besonders die Arbeitgeber von heute und morgen beachten. Das Selbstbewusstsein junger Frauen sorgt für eine raschere Entwicklung, zumal besonders diese Generation tagtäglich sehr wach die Entwicklungen debattiert und inzwischen konkret darauf achtet, wie ein Unternehmen mit seinem weiblichen Personal zusammenarbeitet.
​​​​​​Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Sabbaticals wären ein wichtiger Schritt, auf Bedürfnisse und Herausforderungen noch besser einzugehen und dafür zu sorgen, dass letztlich nicht das Geschlecht entscheidet, wie man im Berufsleben aufgestellt ist, sondern die Leistung und der Charakter.

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